Unser Ziel ist es, unter wissenschaftlicher Anleitung nationale und internationale Strategien zum Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen auszuarbeiten, ausgehend von der Prämisse, dass sich Ökosysteme wie Wälder und Tierbestände grundsätzlich von selbst erhalten, von selbst regulieren und von selbst an veränderte Umweltbedingungen anpassen.

Um diese biologische Gewissheit auch im Anthropozän so weitgehend wie möglich zu achten, streben wir ein Konzept von professionellen WildhüterInnen an, welche unter evidenzbasierter ökologischer Fachführung

sicherstellen, dass Wildtiere so

weitgehend wie möglich in Ruhe

gelassen werden und dass ihre

Lebensräume so weitgehend wie

möglich nicht nur belassen, sondern

auch renaturiert werden. Die

professionellen WildhüterInnen

sollen nur vorübergehend bis zur

Erreichung möglichst weitgehender

Renaturierung und nur insoweit in

natürliche Abläufe eingreifen dürfen,

wie dies aus Natur- und

Tierschutzaspekten absolut

unerlässlich ist.

Dabei überschneiden sich die Tätigkeitsbereiche der professionellen WildhüterInnen unter anderem auch mit Belangen des Landschaftsschutzes, der Forstwirtschaft, der Landwirtschaft, der Raumplanung und der Ausweisung neuer Schutzgebiete wie z.B. durch neue Nationalparks. An der ökologischen Konzeptionierung und Leitung der WildhüterInnen wird eine breite wissenschaftliche Basis beteiligt.

Für die ca. 400.000 HobbyjägerInnen, die ihre mannigfachen Eingriffe in die Natur und Wildwelt primär als Freizeitspaß verstehen und sich trotz zumeist bloßer drive-in-„Ausbildung“ als (grüne) „AbiturientInnen“ gerieren, ist in einem hochkomplexen, sensiblen Gesamtökosystem aus Wald und Wild, das es auch im Überlebensinteresse des Menschen zu achten, zu beschützen und wiederzubeleben gilt, kein Platz. Die Jagd auf zahlreiche Wildtierarten ist bereits nach heute geltender Rechtslage mangels „vernünftigen Grunds“ im Sinne von § 17 Nr. 1 Tierschutzgesetz rechtswidrig. Wir leisten im Rahmen unserer strategischen und konzeptionellen Arbeit zur Implementierung der WildhüterInnen auch Aufklärungsarbeit über diese rechtlichen und weitere Aspekte.